K.O.-Tropfen erkennen: Symptome, Spurensicherung und Prävention
- Villa Margarita

- vor 14 Stunden
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K.O.-Tropfen sind meist geruchlos, farblos und geschmacklich kaum wahrnehmbar. Betroffene berichten häufig von Blackouts, Erinnerungslücken, Schwindel oder Übelkeit. Wissen und frühes Handeln sind deshalb entscheidend.
In der Villa-Margarita-Podcast-Episode «Blackout Blanka (19 J.)» sprechen Dr. Anja Wüest, Priska Christen und Jeannine Kohl über Warnsignale, Prävention und Spurensicherung. Dr. Anja Wüest ist eine der Gynäkologinnen im "Berner Modell", in welchem die Medizin eng zusammenarbeitet mit Rechtsmedizin und Polizei.
Was sind K.O.-Tropfen?
Der Begriff umfasst verschiedene Substanzen, häufig GHB (Gamma-Hydroxybutyrat), die unbemerkt in Getränke gemischt werden können. Sie wirken dämpfend auf das Nervensystem und können nach einer anfänglichen Euphorie (welche oft dem Alkoholkonsum zugeschrieben wird) zu Benommenheit, Kontrollverlust oder Erinnerungslücken führen.
Typische Warnsignale
Symptome können unterschiedlich sein. Auffällig sind insbesondere:
plötzliche Müdigkeit oder Benommenheit
Schwindel, Verwirrtheit
Erinnerungslücken (Blackout)
Übelkeit oder Desorientierung
Besonders wichtig: Beschwerden, die nicht zur konsumierten Alkoholmenge passen.
Was tun bei Verdacht?
Frühes Handeln kann entscheidend sein:
Sicherheit herstellen – Betroffene nicht allein lassen
Medizinische Abklärung – Untersuchungen sind zeitkritisch
Spurensicherung – Getränk / Kleidung sichern, Symptome notieren, Hände nicht waschen, nicht duschen, Urin in einem Gefäss sammeln und in den Kühlschrank stellen (bis Du wieder klar denken kannst).
Viele Substanzen sind nur kurze Zeit im Blut oder Urin nachweisbar.
Was bedeutet „Berner Modell“?
Das Berner Modell beschreibt ein standardisiertes Vorgehen bei Verdacht auf K.O.-Tropfen oder Substanzeinwirkung. Ziel ist eine rasche medizinische Untersuchung und strukturierte Spurensicherung.
Das bedeutet:
frühzeitige toxikologische Abklärung
sorgfältige Dokumentation von Befunden
enge Zusammenarbeit mit der Rechtsmedizin
standardmässige Untersuchung durch eine Ärztin / Fachfrau
Dieser Ansatz trägt dem Umstand Rechnung, dass Substanzen oft nur kurze Zeit nachweisbar sind und Betroffene eine möglichst geschützte Untersuchungssituation benötigen, in der es möglicht keine Re-Traumatisierung gibt.
Prävention im Ausgang
Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen
keine offenen Getränke annehmen
auf ungewöhnliche Symptome achten
frühzeitig Hilfe holen
Podcast: Blackout Blanka (19 J.)
Die Spezialepisode mit rachtsmedizinischem Hintergrund beleuchtet Risiken, typische Situationen und sinnvolle Reaktionen im Verdachtsfall.
Jetzt anhören:
Hilfe & Anlaufstellen (Schweiz)
Kontakttelefon für sexualisierte Gewalt 031 332 77 77 (Rückruf durch Frau)
Polizei 117
Dargebotene Hand 143
Beratung für Kinder & Jugendliche 147
Opferhilfe Bern 031 533 03 03
Weitere nützliche Links:
Definition K.O. Tropfen:
Vorgehen / Ablauf Polizei:




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